Die Ärmelkanal-Route führt zu ausgewählten historischen Theater in Großbritanien und - über den Ärmelkanal hinüber - in den Niederlanden und Belgien.
Seit Shakespeares Zeiten ist die britische Theatergeschichte eine Geschichte des kommerziellen Theaters. Manche Prinzipale reisender Theatertruppen bauten Theater in verschiedenen Städten, damit sie das ganze Jahr über in ihren eigenen Häusern spielen konnten, während sie von Stadt zu Stadt reisten. Zu so einer Theaterkette gehörte auch das am vollständigsten erhaltene Schauspielhaus des 18. Jahrhunderts in Großbritannien: das Georgian Theatre Royal (1788) in Richmond, North Yorkshire, wo die Route beginnt. Eine weitere kommerzielle Theaterform entwickelte sich zur Zeit Königin Viktorias: die Music Hall. Auf dem Weg nach Süden kann man in Nottingham Rast machen und im "Malt Cross" Mittag essen, einer kleinen, bunten Music Hall von 1877, die heute noch als Pub und Konzertsaal fungiert (Sonntags geschlossen). In Wales, nördlich von Swansea, baute der internationale Opernstar Adelina Patti 1891 ein Privattheater an ihr Schloss an. Es ist vollständig erhalten, einschließlich der Bühne, während Schloss Craig-y-Nos in ein exquisites Hotel verwandelt wurde - ein ganz besonderer Urlaubsort für jeden Theaterliebhaber. Via London mit seiner Fülle an Theatern und Aufführungen führt die Route zum Theatre Royal in Bury St Edmunds. 1819 als Teil der Theaterkette von Norwich errichtet, ist es heute das einzige erhaltene Theater im Regeny-Stil im ganzen Land. Vom nahe gelegenen Harwich bringt einen die Fähre über den Ärmelkanal nach Hoek van Holland.
Obwohl die Holländer eine lange Theatertradition haben, entstand mehr als die Hälfte ihrer Theater erst nach 1945, und die älteren wurden immer wieder umgestaltet. Das älteste Theater der Niederlande, die 1705 eröffnete Schouwburg in Leiden, ist dafür ein gutes Beispiel.
Nachdem die Holländer 1581 ihre Republik ausgerufen hatten, blieben die Südlichen Niederlande noch Jahrhunderte lang von fremden Mächten besetzt. Erst 1831 erlangten sie als Königreich Belgien die Unabhängigkeit. Die Geschichte dieses Landes spiegelt sich seit 1782 im Théâtre Royal du Parc in Brüssel wider, einer Theater-"Bonbonnière", wie sie für diese Region so typisch ist. Im nahen Gent findet sich ein einzigartiges Beispiel für ein flämisches Opernhaus. Hier empfängt einen eine 90 m lange Folge von drei Sälen, die zu einem ebenso spektakulären Zuschauerraum (1840/1887) führt. Ein paar Stunden weiter südlich illustriert das Privattheater (1863) im Schloss von Chimay die Verbindungen dieses Landesteils mit Frankreich.
Anschließend kann man der Spur nach Frankreich folgen oder die Reise auf der Deutschland-Route der Europäischen Route Historische Theater fortsetzen.
Weitere für Besucher geöffnete historische Theater in diesen drei Ländern finden Sie auf der Website Visit Theatres.
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mehrGeöffnet 11.00 – 23.00, außer sonntags
Mahlzeiten werden wochentags 12.00 – 20.00
und samstags ...
Das am vollständigsten erhaltene Theater aus Georgianischer Zeit steht in Richmond, North Yorkshire, einem ...
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